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Eigenbau einer Voliere

Eine Voliere ist nach meiner Ansicht  die beste Möglichkeit Vögel unterzubringen. Natürlich ist es auch möglich Vögel in Käfigen zu halten, um ihnen immer oder häufigen Freiflug zu gönnen. Die Kombination aus Käfig und Freiflug ist wohl auch die gebräuchlichste, da sich nicht jeder eine Voliere in die Wohnung stellen kann. Wer seinen Vögeln viel Freiflug gönnt, sollte ihnen in eigenem Interesse feste Anflugplätze bieten, um zu vermeiden, daß die Wohnungseinrichtung übermäßig beschmutzt bzw. bei Krummschnäbeln beknabbert wird. Eine Möglichkeit ist ein Spielplatz, der für unsere Wellensittiche auf der Voliere steht, wodurch die Vögel vom Spielplatz direkt in die Voliere sch... . 
Es stellt sich immer die Frage, wie groß eine Voliere gewählt werden sollte. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: so groß wie möglich! Das hieß für mich, die Voliere so groß bauen, daß ich nicht von meiner zukünftigen Ehefrau aus der Wohnung geschmissen werde. Somit ist eine Voliere mit den Maßen: 100 cm breit x 80 cm tief x 200 cm hoch entstanden. Gedacht war diese Voliere für ein Paar Blaugenick-Sperlingspapageie und zwei Wellensittiche. Inzwischen wird die Voliere "nur" von zwölf 98er Sperlingspapageien Jungvögeln bewohnt, da die Wellensittiche inzwischen wegen der Unverträglichkeit der Sperlingspapageien ihren eigenen Käfig haben und ich das alte Sperlingspapageien-Zuchtpaar abgesetzt habe, um es an einen Freund abzugeben. 
Obere Hälfte der Voliere mit Spielplatz
 
 
11 Blaugenick-Sperlingspapageien auf der Eiche am Knabberstab
 
Es ergaben sich somit folgende Kriterien für die Verwirklichung: 
  • so groß, wie möglich: 100 cm breit x 80 cm tief x 200 cm
  • leichte Füttermöglichkeit: Sperlingspapageien fressen nicht vom Boden
  • leichte Reinigung
  • geringe Verschmutzung der Volierenumgebung
  • leichter Austausch der Inneneinrichtung: z.B. große Äste
  • Beschäftigung der Insassen durch "Spielzeug"
  • ausreichend Flugstrecke
  • Äste zum Klettern und Benagen
Folgende "Zutaten" wurden für den Rohbau verwendet: Die Seitenteile und das Dach wurden jeweils eigenständig montiert. Zuerst wurden die Seitenteile und das Dach mit flachen Winkeleisen gebaut. Danach wurden an den Seitenteilen links, rechts und hinten die Plastikplatten mit Schrauben befestigt. Dazu mußten die Löcher für die Schrauben im Plastik vorgebohrt werden, um ein Brechen des Plastiks zu verhindern. Für die Stabilität und da die Plastikplatten nur 1 m hoch sind, haben die Seitenteile in der Mitte eine Strebe. Das Dach hat zwei Streben bekommen, um daran Stangen und Seile befestigen zu können.
Die Frontseite hat unten einen 20 cm hohen Steg aus Plastik, um zu verhindern, daß Dreck heraus fällt. Darüber befindet sich auf der rechten Seite die Tür mit einer Größe von 45 cm Breite x 75 cm Höhe, wodurch die Voliere gereinigt bzw. Äste eingebracht werden können.
 
Auf der linken Seite in einer Höhe von ca. 1 m befindet sich der Futtertisch mit einer Größe von ca. 40 cm breit x 30 cm tief. Er besteht aus dem Plastikunterteil eines ehemaligen Vogelspielplatzes das auf einem Holzrahmen aufliegt, wodurch es einfach zur Reinigung heraus genommen werden kann. Damit der Futtertisch nicht abbricht wurde er mit einem Seil an der Decke befestigt. Dieses Seil wid von den Vögeln gern zum Klettern benutzt. Die Futterklappe davor ist 20 cm hoch und 40 cm breit. Damit kein Futter heraus geworfen wird, besteht sie aus einer Plastikplatte mit Holzrahmen. Die Scharniere sind oben befestigt, da sie sich so ohne Verschluß automatisch schließt. Heute würde ich die Scharniere wahrscheinlich unten anbringen, da durch den Spalt zwischen Klappe und Rahmen doch einiges hindurchfällt. 
 
Futterklappe
 
 
Junger Blaugenick-Sperlingspapageien Hahn im Ring an der Volierendecke
 
Die Inneneinrichtung besteht aus einer kleinen ehemaligen Eiche mit wenigen Ästen und Weidenzweigen. Die Weidenzweige wurden an vier Sisalschnüre (einfache Wäscheleine) mit Polsternägeln befestigt. Außerdem wurden an der Decke noch Schaukeln, Ringe und ein dickes Sisalseil befestigt. 
Je nach Möglichkeit werden noch Obstbaumäste oder frische Weidenzweige zum Benagen eingebracht.  
Junge Sperlingspapageien auf dem gemeinsamen Schlafseil
 
Abschließend noch ein paar Ratschläge, die man beachten sollte: Ich hoffe, daß ich mit meinen Ausführungen einige Tips geben konnte. Wer weitere Fragen hat, schickt mir einfach eine Mail an KAQ@kaq.de. Für jemand, der einen Käfig bauen möchte, habe ich auch meine Erfahrungen mit dem Eigenbau eines Käfigs niedergeschrieben. Weitere Bilder von den Sperlingspapageien aus der Voliere gibt es hier.
 

Kai Alexanders Vogelseite

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© KAQ, 19.07.1998

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